Mit „The Brutalist” legt Brady Corbet sein drittes Regiewerk vor – ein über 3,5-stündiges, extrem ambitioniertes Epos, das ihn zweifellos in die oberste Liga der gefragtesten Filmemacher hebt.
Der Film erzählt die Geschichte des fiktiven jüdisch-ungarischen Architekten László Tóth, gespielt von Adrien Brody, der eine derart bewegende Performance abliefert, dass eine Oscar-Auszeichnung unausweichlich scheint.
Tóth emigriert nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA, wo er mit dem Bau eines modernistischen Kulturzentrums beauftragt wird – ein monumentales, brutalistisches Prestigeobjekt, das ihn an seine Grenzen bringt.
Corbet gelingt es über die gesamte Laufzeit des fast ausschließlich auf VistaVision – einem Breitbildformat der frühen 1960er-Jahre – gedrehten Films mit einer intensiven Geschichte, spektakulären Kamerafahrten und einem atmosphärischen Score zu überzeugen. Einzig der angehängte Epilog bricht leicht mit der emotionalen Wucht des Films und lässt die Zuschauer*innen etwas irritiert zurück.